Neue Themenwege „Eiszeitspuren“ im UNESCO-Welterbe „Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb“ eröffnet

Das UNESCO-Welterbe „Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb“ ist um eine Attraktion reicher. Ein weiteres Teilprojekt des tälerübergreifenden Informations- und Beschilderungssystems im Welterbegebiet befindet sich auf der Zielgeraden: die neuen Themenwege „Eiszeitspuren“. Sie sind nicht nur Besucherlenkung, Vermittlung und Erlebnis in einem, sondern auch ein Musterbeispiel erfolgreicher, interkommunaler Zusammenarbeit. Am 2. November 2021 wurden die Eiszeitspuren an der Fundhöhle Hohlenstein-Stadel im Lonetal von Landrat Peter Polta (Landkreis Heidenheim), dem Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Weltkultursprung, eröffnet.

Bei den Eiszeitspuren handelt es sich um kurze Themenwege, die zwischen 0,6 und 6,7 km lang und somit auch sehr gut für Familien mit Kindern geeignet sind. Sie führen Gäste direkt vom jeweiligen Parkplatz aus zu den einzelnen Höhlen. Auf dem Weg dorthin vermitteln große, illustrierte Informationstafeln Wissen zum Thema Eiszeit und der jeweiligen Welterbehöhle. Dabei widmet sich jede Eiszeitspur einem anderen Themenfeld – zum Beispiel der Musik, der Jagd oder den Glaubensvorstellungen unserer Vorfahren. Kinder erwartet eine Vielzahl an Erlebnisstationen entlang der Wege, wie imposante, eiszeitliche Holzklettertiere, ein Bodentrampolin oder ein Barfußpfad. Die abwechslungsreichen Spiel- und Verweilmöglichkeiten machen die Eiszeitspuren, neben der kurzweiligen Wissensvermittlung, für Groß und Klein zu einer besonderen Erfahrung.

Die Eiszeitspuren zum Sirgenstein und Geißenklösterle sind als Streckenwege konzipiert, die Eiszeitspuren zum Bockstein, Hohlenstein-Stadel und Vogelherd als Rundwege angelegt. Die Finanzierung der Eiszeitspuren erfolgt über die beteiligten Kommunen und wird gefördert durch LEADER-Mittel, Mittel der Denkmalpflege, durch das Tourismusinfrastrukturprogramm und den Förderverein Eiszeitkunst im Lonetal.

„Die erfolgreiche Umsetzung der Eiszeitspuren ist vor allem dem großen Engagement und der hervorragenden Zusammenarbeit der Städte und Gemeinden Asselfingen, Blaubeuren, Herbrechtingen, Niederstotzingen, Öllingen, Rammingen und Schelklingen zu verdanken“, freute sich Landrat Peter Polta. „Mit Fertigstellung der Eiszeitspuren wird ein weiterer Meilenstein des Informations- und Beschilderungssystems im Welterbegebiet abgeschlossen.“ Dies unterstrich auch Markus Möller, Erster Landesbeamter des Alb-Donau-Kreises: „Das UNESCO-Welterbe ist nun nicht mehr zu übersehen. Die Besucherlenkung beginnt unmittelbar auf der Autobahn und führt Gäste von den Ausfahrten in die Täler und schließlich direkt zu den Höhlen.“

Im Zuge der Eiszeitspuren wurde auch eine neue Info-Broschüre gedruckt. Die Faltbroschüre „Eiszeitraum“ beinhaltet aber nicht nur den Wegeverlauf der Eiszeitspuren, sondern gibt einen umfassenden Überblick über das vielseitige Erlebnisangebot im
UNESCO-Welterbe „Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb“.

Die Broschüre ist kostenfrei erhältlich unter www.weltkultursprung.de